Kompassklasse in Klassenstufe 8
Wohin führt mein (beruflicher) Weg?
In Klassenstufe 8 liegt der Fokus an unserer Schule besonders auf der Berufsorientierung und Berufswegeplanung – um dieser Ausrichtung einen Namen zu geben und diese zu verbildlichen, wird die Klassenstufe 8 als „Kompassklasse“ bezeichnet. Der Anspruch ist es, ähnlich einem Kompass, den Schülerinnen und Schülern mögliche Wege aufzuzeigen und mit ihnen gemeinsam die für sie passende Richtung zu finden.
WBS-Unterricht
Im Fach Wirtschaft / Berufs- und Studienorientierung (Kompass-Stunden) wird sich unter Anderem gezielt damit auseinander gesetzt, Zusammenhänge zwischen den eigenen und individuellen Interessen, Stärken und Wünschen einerseits und den daraus resultierenden Berufswünschen und Möglichkeiten andererseits herzustellen.
Es werden Stärkekarten erstellt, intensive Recherchen zu verschiedenen Berufen, Betrieben und Einrichtungen betrieben, Bewerbungsunterlagen wie Lebensläufe und Anschreiben erstellt, die Erfahrungen aus den Berufspraktika geteilt und reflektiert, Bewerbungsgespräche eingeübt, etc.
Berufspraktika
In Klassenstufe 8 sind zwei verschiedene, jeweils einwöchige Berufspraktika vorgesehen. Die Schülerinnen und Schüler haben dadurch die Gelegenheit, einen intensiven und realistischen Einblick in zwei verschiedene Betriebe bzw. Einrichtungen und somit auch in zwei verschiedene Berufe zu erlangen – so können sie viele wichtige Erfahrungen sammeln und danach deutlich besser abschätzen, ob dieser Beruf das Richtige für sie sein könnte.
Häufig sind diese Berufspraktika der Türöffner und der erste Schritt zum späteren Ausbildungsplatz.
In beiden Praktika müssen die Schülerinnen und Schüler je eine eigens geplante und mit den Ansprechpartnern im Betrieb bzw. in der Einrichtung abgesprochene Lernaufgabe durchführen, die sie anschließend in ihrem Berichtsheft oder anhand ihres Portfolio-Würfels dokumentieren und reflektieren und im Rahmen des WBS-Unterrichts präsentieren – das schult die Präsentationsfähigkeit und lässt die Mitschülerinnen und Mitschüler an den gemachten Erfahrungen teilhaben.
ProBeruf
Zwei ganze Wochen verbringen die Schülerinnen und Schüler in Klassenstufe 8 bereits im Herbst (Anfang des Schuljahres) im Rahmen des Programms zur Berufserprobung „ProBeruf“ an der Bildungsakademie in Rottweil. In Gruppen durchlaufen sie in diesen zwei Wochen jeweils insgesamt vier verschiedene Gewerke und lernen so vier verschiedene Handwerksberufe kennen.
Ziel ist es einerseits, diese Berufe kennenzulernen und andererseits auch ganz grundsätzlich herauszufinden, ob ein handwerklicher Beruf im eigenen Interesse liegt, ob handwerkliches Geschick zu den eigenen Stärken gehört und so vielleicht auch ganz neue Perspektiven für sich selbst zu entdecken.
In den Räumlichkeiten der Bildungsakademie Rottweil und angeleitet von Meisterinnen und Meisten dieser Berufe, können die Schülerinnen und Schüler im aktiven Tun herausfinden, was ihnen liegt.
So werden beispielsweise im Bereich „Bäcker/in und Verkauf“ verschiedene Teige hergestellt und verarbeitet sowie Verkaufsgespräche geübt, im Bereich „Frisör/in“ Haare gewaschen und Frisuren gesteckt, im Bereich „Mauer/in“ Mauern gebaut und mit Beton gearbeitet und im Bereich „Zimmerer/in“ anhand eines Plans ein eigener Teufelsknoten aus Holz hergestellt. Im Bereich „Metall“ wird eine eigene Uhr gesägt, geschliffen und gestaltet, im Bereich „Elektro“ werden eigene Schaltkreise geplant und umgesetzt und im Bereich „Stuckateur/in“ erstellen die Jugendlichen eine eigene Säule aus Gipskartonplatten, die sie dann nach ihrem eigenen Geschmack bemalen können.
Ausbildungsbotschafter
Damit die Schülerinnen und Schüler so viele verschiedene Branchen und Berufsbilder wie möglich kennenlernen und sich so einen guten Überblick verschaffen können, was zu ihnen passen könnte und was sie interessiert, laden wir Ausbildungsleiterinnen und Ausbildungsleiter sowie Auszubildende von Betrieben, Institutionen und Einrichtungen verschiedener Branchen aus der Region herzlich dazu ein, als Ausbildungsbotschafter an unsere Schule zu kommen, um sich und ihre Ausbildungsberufe vorzustellen.
Oft gelingt es hierbei durch haptisches Anschauungsmaterial oder praktisches Tun, den Beruf „ins Klassenzimmer zu bringen“ und somit sehr erlebbar zu machen.
Betriebsbegehungen
Kleinere Betriebe und Einrichtungen oder große Firmen von innen zu sehen und so einen Blick hinter deren Kulissen zu erhalten, ist für die Berufsorientierung sehr gewinnbringend und auch grundsätzlich sehr bereichernd. Wie sieht so eine Firma/Einrichtung von innen aus? Wie laut ist es da? Wie ist die Atmosphäre? Wie funktioniert das alles überhaupt? Welche Abläufe gibt es?
Die Betriebsbegehungen, teilweise mit der gesamten Klassenstufe, teilweise auch nur mit den am jeweiligen Betrieb bzw. der jeweiligen Branche interessierten Schülerinnen und Schülern, geben einen hautnahen und unvergleichlichen Einblick.
Besuch im BiZ
Die Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit bzw. mit dem Berufsinformationszentrum (BiZ) in Rottweil ermöglicht es den Schülerinnen und Schülern, im Rahmen des Besuches vor Ort, eine intensivere Recherche zu potentiellen Wunschberufen anzugehen und spezifische Fragen an die Expertinnen und Experten im Bereich „Berufswegeplanung“ zu stellen.
Individuelle Beratung durch Bundesagentur für Arbeit
Eine Ansprechpartnerin bzw. ein Ansprechpartner der Bundesagentur für Arbeit steht den Schülerinnen und Schülern bei Bedarf mit Rat und Tat zu Seite – jede Woche werden direkt an der Schule individuelle Beratungstermine angeboten, um Fragen zur Berufswegeplanung zu besprechen, gezielte Bewerbungen für Praktikums- und Ausbildungsplätze zu schreiben, Kontakte zu Betrieben oder Institutionen herzustellen oder gemeinsam zu überlegen, was die nächsten sinnvollen und wichtigen Schritte sind.
Bewerbertraining
Die Bewerbung um einen Praktikums- oder Ausbildungsplatz ist der erste Schritt und der Türöffner, um zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden und den Wunschbetrieb bzw. die Wunscheinrichtung von sich überzeugen zu können.
Wie hier am besten vorgegangen wird, worauf beim Lebenslauf und beim Anschreiben zu achten ist und wie man sich in einem Vorstellungsgespräch bestmöglich und doch authentisch präsentieren kann – all diese Fragen besprechen externe Partnerinnen und Partner, Expertinnen und Experten in diesen Bereichen, im Rahmen eines Bewerbertrainings in der Schule mit den Schülerinnen und Schülern.
BO-aktiv
Seit dem Schuljahr 24/25 wird das neue bzw. überarbeitete Gesamtkonzept „BO-aktiv“ (ehemals Profil-AC) zur Analyse, Dokumentation, Reflexion und individuellen Förderung überfachlicher und berufsbezogener Interessen und Kompetenzen (soziale und personale Kompetenz, Methodenkompetenz, kognitive Basiskompetenz, emotionale Kompetenz, digitale Kompetenz) in den Klassenstufen 7-10 durchgeführt, um einerseits den individuellen Stand der einzelnen Schülerinnen und Schüler zu erheben und reflektieren zu können und andererseits auch gezielt zu fördern.
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